Mittwoch, 11. Januar 2017

Autoreninterview mit Julia Adrian ♡




 Hallo liebe Julia,
vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, um meine Fragen rund um das Schreiben, deine Projekte und deinen Autorenalltag zu beantworten.
Ich hoffe natürlich, dass sowohl dir, als auch den Lesern meines Blogs die Fragerunde sehr viel Vergnügen bereiten wird.
Also fangen wir am besten direkt an!



      Ich: Deine Buchreihe „Die Dreizehnte Fee“ hat mittlerweile einen sehr hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Würdest du meinen Lesern, die deine Bücher noch nicht kennen, dennoch kurz erzählen, worüber deine Trilogie handelt?

Julia: Die Geschichte beginnt damit, dass die ehemalige Feenkönigin aus einem tausendjährigen Schlaf erweckt wird, doch der Prinz, der sie küsste, ist nicht ihre große Liebe und der Mann an seiner Seite trachtet ihr nach dem Leben. Er, der Hexenjäger, möchte alle Feen vernichten, denn sie tyrannisieren die Menschen. Ihrer magischen Kräfte beraubt, geht die Königin einen Pakt mit ihrem Feind ein: zusammen wollen sie ihre zwölf Schwestern jagen und töten, denn sie haben sie betrogen. Jetzt will die Königin Rache. Womit sie jedoch nicht gerechnet hat, sind die menschlichen Gefühle, die sie an ihrem Vorhaben zweifeln lassen und eine ungewohnte Zuneigung zum Hexenjäger schaffen.
Die Welt der Feen ist geschaffen aus allerlei Märchen, die neu interpretiert zu einem großen Ganzen verwoben werden. Jede Fee ist einem anderen Märchen entnommen, hat eine eigene Geschichte zu erzählen, die ganz anders ist, als wir sie aus den alten Sagen kennen.







       Ich: Es ist bereits bekannt, dass voraussichtlich im Oktober ein Sequel zur Fee erscheinen wird. „Der verfluchte Prinz“ spielt ebenfalls in Pandora, der Welt der dreizehn Feen. Würdest du uns vielleicht ein bisschen zu diesem Projekt verraten?

Julia: Zwanzig Jahre nach dem Ende der Feen finden wir zurück nach Pandora und begleiten den verfluchten Prinzen auf seine letzte Reise. Er sucht das Wasser des Lebens, einen sagenumwobenen Trank, der Tote wiedererwecken soll. Gemeinsam mit seinem Cousin Ed und Belle, einer Jägerin magischer Artefakte, entdecken wir Pandora neu. Wir betreten vertraute Orte, die sich im Laufe der Zeit verändert haben und doch wiederzuerkennen sind. Wir treffen bekannte Gestalten, die wir verloren glaubten, wir reisen mit Nixen und kämpfen gegen Raben. Das Ziel ist der Mondscheingarten – dort, wo die verstorbenen Feen des Nachts bei Vollmond tanzen. Ob sie helfen können, den Fluch aufzuhalten, werden wir im Herbst erfahren. 


        Ich: Dein Weg als Autorin ist wirklich bemerkenswert. Zunächst hast du deine Fee ja als Selfpublisherin auf den Markt gebracht, bevor du deinen Vertrag beim Drachenmond Verlag unterschrieben hast. Würdest du rückblickend etwas ändern an deiner Vorgehensweise, oder alles genauso machen wie damals?

Julia: Heute weiß ich natürlich einiges besser, würde aber nichts an meinem Weg ändern wollen, denn hier und heute bin ich sehr glücklich. Hätte ich die Fee nicht als Splerin herausgebracht, wäre ich Jennie von Neobooks niemals begegnet, die mich wiederum in die Welt der Blogger brachte und so hätte ich vielleicht niemals Ava Reed kennengelernt, über die wiederum Astrid mich fand und schließlich anschrieb. Es ist, wie es ist – und das ist gut so.


        Ich: Was waren deine persönlichen Highlights als Autorin (beispielsweise Buchmessen, Preise usw.)?

Julia: Natürlich freue ich mich wahnsinnig über die Preise, die mittlerweile alle drei Bände gewonnen haben (Ich kann es immer noch nicht ganz glauben!!!!), aber mein Highlight bleibt ungebrochen der Moment, als ich begriff, dass ich mit meinen Geschichten fremden Menschen etwas geben kann. Eine Leserin schrieb mir und erzählte, dass sie ihrer an Krebs erkrankten Freundin regelmäßig vorlese und diesmal die Wahl auf die Fee fiel. Anstatt wie gewöhnlich dabei einzuschlafen, saß nach kurzer Zeit die ganze Station um sie versammelt und sie alle warteten auf die nächste versteckte Anspielung auf ein weiteres Märchen.
Ich war nicht dabei – bin aber alleine von der Vorstellung zutiefst berührt, ja fast schon getroffen. Die Geschichte der Feen hat es für einen Moment geschafft, eine Oase aus Freude zu schaffen, an einem Ort, der so viel Leid kennt.
Seitdem schreibe ich nicht mehr nur für mich, sondern auch in dem Wissen, dass ich anderen mit meinen Worten etwas schenken kann – und wenn es nur eine kurze Auszeit von der Realität ist.

         Ich: Wie bindest du das Schreiben in deinen Alltag mit Kindern, Ehemann usw. ein? Hast du in diesem Zusammenhang eine bestimmte Schreibroutine (zB. Einen festen Tag in der Woche zum Schreiben nutzen)?

Julia: Willst du eine ehrliche Antwort? KATASTROPHAL! Freie Zeit zum Schreiben zu finden, ist momentan so gut wie unmöglich. Drei Kinder, Winter- und Erkältungszeit, dazu Weihnachten und Neujahrsstress. Gerade jetzt sitze ich in der Küche und klaube mir wenige Minuten zusammen, um diese Fragen zu beantworten, während das Baby zu meinen Füßen die Tuschkästen auseinanderbaut …
Die einzige Zeit, bei der ich etwas Ruhe finde, sind die Abende – sollte das Baby endlich durchschlafen und die kleine Große nicht noch zehnmal ins Bett gebracht werden wollen, dann wird es besser. Ich bin eben in erster Linie Mama und dann Autorin.

        Ich: Mit welchem Charakter aus deinen Geschichten würdest du gerne einen Tag verbringen und was würdet ihr vermutlich unternehmen?

Julia: Bei dem Hexenjäger würde wahrscheinlich mein GG streiken, also fällt meine Wahl auf die Eishexe. Sie liebt Bücher und das Lesen ebenso sehr wie ich, trinkt gerne Tee (wenn auch eiskalt) und kennt mit Sicherheit eine Menge Geschichten über Pandora. Zu gerne würde ich einmal in ihrer Bibliothek hoch oben am Nordpol stöbern und durch die Gänge mit all den Gemälden der Nordwind-Opfer schreiten.
OH – und eine Fahrt im Schlitten stelle ich mir auch zauberhaft vor, wenngleich mit dicker Decke, Handschuhen und Mütze.


        Ich: Wenn du die Chance hättest an jeden beliebigen Ort zu reisen, egal ob real oder fiktiv, wohin würdest du gehen?

Julia: Mein erster Gedanke: Hogwarts! Auch wenn es mir wahrlich schwerfällt, all die anderen wundervollen realen und fantastischen Orte zu ignorieren. Aber Hogwarts!!! Ich warte ja noch heute auf meine Eule und bin fest davon überzeugt, dass sie sich irgendwo über dem Ärmelkanal verirrt hat. Irgendwann – ja, irgendwann wird sie mir auch meinen Brief bringen und ich werde als älteste Schülerin die Kunst der Zauberei erlernen!

         Ich: In deinem Buch „Die Dreizehnte Fee“ begegnen wir vielen unterschiedlichen Märchenfiguren. Welches ist eigentlich dein liebstes Märchen?

Julia: Als Kind fürchtete ich die Geschichte des bösen Wolfes und der sieben Geißlein und bestand dennoch darauf, sie wieder und wieder zu hören. Noch Jahre später litt ich an Albträumen deswegen, glaubte, der Wolf klopfe als Weihnachtsmann verkleidet an unsere Tür und verschlänge alle bis auf mich.
Die kleine Meerjungfrau gehört auch zu den Geschichten, die mir besonders in Erinnerung blieben, vielleicht, weil es im Gegensatz zu den anderen Märchen kein Happy End hat – und doch irgendwie eines ist. Sich für die Liebe zu opfern, ist ein Motiv, das auch in der Feengeschichte wiederzufinden ist.

         Ich: Was wäre deine Gabe, wenn du wie deine Feen über magische Fähigkeiten verfügen würdest?

Julia: Der Winter reizt mich weniger, es sei denn, ich wäre selbst immun gegen die Kälte. Die Fähigkeit mich in einen Raben zu verwandeln und die Welt von oben betrachten zu können, reizt mich sehr, gleichfalls die Verlockung, tief unten am Grunde des Ozeans zu leben oder Pflanzen ganz nach Gutdünken wachsen und zerfallen zu lassen. Die Zukunft hingegen möchte ich nicht kennen und das Leben der Drachenreiterin stelle ich mir eher einsam vor, ebenso das des Rattenbiestes und das der Brunnenhexe.
Müsste ich mich entscheiden, würde ich wahrscheinlich die Gabe der Siebten Fee wählen, die Wünsche gewähren kann und zweite Chancen verschenkt. Ich glaube, es wäre auf lange Sicht die am glücklichsten machende Gabe.

       Ich: Verfolgst du noch weitere Hobbies außer dem Schreiben und wenn ja, welche?

Julia: Ich gärtnere sehr gerne, wenn auch mit mäßigem Erfolg (Vielleicht sollte ich doch die Gabe der Zwillinge wählen). Außerdem koche ich gerne, backe jedoch grottenschlecht. Mit den Kindern liebe ich es, zu basteln und zu malen – letzteres tat ich schon immer gerne, wenn auch nicht professionell.

       Ich: An was für einem Projekt schreibst du zurzeit?

Julia: Ganz oben auf der Prioritäten Liste steht natürlich der verfluchte Prinz. Nebenbei arbeite ich an einer Dystopie und einer Geschichte über die griechischen Götter. Drei Kurzgeschichten zur Feenwelt sind ebenfalls in Planung und zum Teil schon geschrieben. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit – so wird es aber noch eine Weile dauern oder einiger glücklicher Fügungen bedürfen, bis ein weiteres Buch von mir erscheint.

       Ich: Was für ein Buch liest du gerade?

Julia: Da ich den zweiten Teil des Juwels zu Weihnachten von meinem GG bekam und ich mich schon wahnsinnig darauf freue, wird das mein nächstes Buch werden.

       Ich: Wie heißt dein Lieblingsbuch, oder deine Lieblingsreihe?

Julia: Ich liebe die „Chroniken der Seelenwächter“ von Nicole Böhm. Die ersten zwölf Bände habe ich innerhalb weniger Tage verschlungen. Genauso stehe ich furchtbar auf die Geschichten von Katharina V. Haderer. Ihr „Herz im Glas“ und „Blue Scales“ haben es mir angetan.
Ansonsten gehört ganz klar „Harry Potter“ zu meinen Lieblingsbüchern und samtliche Titel von Minette Walters. Tatsächlich bevorzuge ich Krimis und Thriller. Erst seit neustem lese ich vermehrt Fantasy, vor allem die Drachenmond Titel.

       Ich: Beschreibe deine Persönlichkeit in drei Adjektiven.

Julia: Chaotisch, kreativ, hilfsbereit.

       Ich: Hast du einen Rat an all` meine Leser da draußen, die selber davon träumen, irgendwann ein eigenes Buch zu schreiben und zu veröffentlichen?

Julia: Glaubt an euch, habt Geduld, holt euch Rat, nehmt Kritik an, gebt niemals auf, schreibt und schreibt und schreibt – denn Übung macht den Meister.


Vielen, vielen Dank liebe Julia, dass du dich meinen Fragen gewidmet hast.
Ich hoffe dir hat das Interview ebenso sehr gefallen wie mir.
 ♡

Julia: Absolut, es waren sehr schöne Fragen! Danke dir!


Falls ihr Julias Schreibprozess weiterhin verfolgen wollt, dann schaut doch einfach auf ihren Social Media – Seiten vorbei. Sie freut sich garantiert über euren Besuch.


Autorenwebsite: http://jadrian.de/
Autorenseite (Facebook): https://www.facebook.com/jadrian.autor/?fref=ts
Autorenseite (Instagram): https://www.instagram.com/julia_adrian_._autor_/
Autorenseite (Twitter): https://twitter.com/FeeJadrian

 
Im Folgenden noch ein paar Informationen zu Julias Büchern





Verlagswebsite: https://www.drachenmond.de/
Seitenzahl: zwischen 200 und 350 Seiten
Format: allesamt Softcover
ISBN:
Die Dreizehnte Fee 1: 978-3-95991-131-3
Die Dreizehnte Fee 2: 978-3-95991-132-0
Die Dreizehnte Fee 3: 978-3-95991-133-7
Der verfluchte Prinz:  978-3-95991-301-0
Preis:
Die Dreizehnte Fee: (jeweils) 12,00 € (DE)
Der verfluchte Prinz: 14,90 € (DE)
 
 
Ich hoffe euch hat das Interview gefallen, denn  mir hat es sehr viel Spaß gemacht!
 
Falls ihr heute noch bei Julia vorbeischaut,
dann denkt daran ihr alles Gute zu wünschen,
denn heute ist ihr Geburtstag!
Alles Liebe und Gute an dieser Stelle auch nochmal von mir liebe Julia!
 
 
 

Kommentare:

  1. Endlich habe ich mal in Ruhe die Zeit gefunden, dass Interview komplett zu lesen!
    Und es war so schön! wunderbar gewählte Fragen und die Antworten haben so einen schönen Einblick gegeben, vorallem das Highlight hat mich sehr gerührt und ich freue mich riesig für Julia, dass ihr gezeigt wurde wie wichtig ihre Bücher sind und wie sehr sie ihre Lesern verzaubern können <3

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    1. Oh je, entschuldige, dass ich erst jetzt zum Antworten komme! :o
      Es freut mich natürlich sehr, dass dir das Interview so gut gefallen hat. :) Julia und ich hatten auch sehr viel Vergnügen mit den Fragen und Antworten. <3
      Ich wünsche mir wirklich, dass noch mehr Menschen den Zauber ihrer Geschichten erkennen werden. :)

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